Es geht nicht darum etwas zu werden, sondern etwas sein zu lassen.
Oder:
"Was für die Raupe das Ende der Welt,
ist für den Rest der Welt ein Schmetterling."
Konfuzius
Harringer - 22. Dez, 14:46
Der Keller überschwemmt, das Ofentürglas und der Handspiegel zersprungen, die Kontaktlinse der Tochter verloren, Radarstrafe erhalten. Das alles an einem langen Wochenende.
Ich denke ich fange wieder an zu meditieren und erwarte so in völliger Gelassenheit das Ende dieses Jahres.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/special/921/43878/index.html/wissen/artikel/831/94737/article.html
Harringer - 19. Dez, 13:03
Boris Groys:
"Die Zeit, in der wir jetzt leben, ist also eine Zeit des postromantischen, d.h. des komfortablen und zugleich des totalen Tourismus, der eine neue Phase in der Geschichte des Verhältnisses zwischen dem städtischen Utopos und der Topographie dieser Erde markiert. Diese neue Phase ist eigentlich leicht zu charakterisieren: Nicht nur einzelne romantische Touristen, sondern alle möglichen Menschen, Dinge, Zeichen und Bilder, die allen möglichen lokalen Kulturen entstammen, beginnen, ihre angestammten Orte zu verlassen und begeben sich auf eine Weltreise. Die strenge Opposition zwischen dem global reisenden romantischen Touristen und der lokal gebundenen seßhaften Bevölkerung verschwindet."
http://www.eurozine.com/articles/2004-08-18-groys-de.html
Harringer - 14. Dez, 15:04
Noch etwas vom Meistercutter Walter Murch. Auch hier kann das im Kontext des Lebens gelesen werden:
"Ich liebe besonders den Teil des Prozesses, wo ein Element des Zufälligen eine Rolle spielt, sogar beim Schneiden, wenn alles fertig gedreht ist. Ich versuche immer, mich für das zufällige Nebeneinander von Bildern zu öffnen, die vielleicht nicht im Drehbuch standen, aber während der Arbeit mit dem gedrehten Material zum Vorschein gekommen sind."
Harringer - 13. Dez, 14:25
„Was wir (aber) sehen, hängt von den Theorien ab, die wir zur Deutung unserer Beobachtung heranziehen“, hat Albert Einstein einmal zu Heisenberg gesagt.
Die "Theorien" sind auch einfache Erwartungshaltungen aus denen oft ganze "Erwartungsfelder" entstehen, die auf die Wirklichkeit "zurückstrahlen" und folglich die Erwartungsfelder verändern .....
Ein Beispiel aus dem Leben bzw. Arbeitsalltag eines Filmemachers, erzählt von Walter Murch (im Buch "Die Kunst des Filmschnitts"):
"Der Kameramann entwickelt eine Meinung, dann sagt man ihm Clark Gable solle die Rolle spielen. Er denkt: Gable? Hm, ich dachte nicht, dass es Gable sein würde. Wenn es Gable ist, muss ich meinen Plan ändern. Dann ändert der Szenenbildner etwas an den Dekors, und der Schauspieler sagt: Das ist meine Wohnung? Na gut, wenn das meine Wohnung ist, bin ich eine etwas andere Figur, als ich dachte. Ich werde etwas anders spielen. Der Kameraschwenker, der ihm folgt, denkt: Warum macht er das? Ach so, weil ... Gut, dann muss ich eine totalere Einstellungsgröße nehmen, weil er diese unvorhergesehnen Dinge tut. Dann macht der Cutter etwas Unerwartetes mit diesen Bildern, und das bringt den Regisseur auf eine Idee für das Drehbuch, und er ändert eine Zeile. Die Kostümbildnerin sieht es und beschließt, den Schauspieler keine Jeans tragen zu lassen. Und so geht es weiter, wobei jeder ständig seine Erwartungshaltungen verändert. Ein Film kann am Schluß gelingen und zu einem Ergebnis kommen, das aussieht, als wäre es lange vorher in jedem Detail geplant gewesen, während es in Wirklichkeit aus einem wilden Getümmel entstand, bei dem jeder von den unterschiedlichen Entscheidungen aller anderen profitierte."
Harringer - 12. Dez, 08:23
"Wir sind keine menschlichen Wesen, die eine spirituelle Erfahrung machen, sondern spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen."
Gefunden auf einer Teepackung der Marke "Glückstee".
Harringer - 11. Dez, 08:48
Vor der Entgegennahme des Literaturnobelpreises in Stockholm bekannt er seine Sorge über die zunehmenden Konflikte zwischen seinem Heimatland Türkei und der EU. Er sei „traurig“ über die jüngsten Entwicklungen, aber weiter Befürworter eines EU- Beitritts seines Heimatlandes. Pamuk meinte: „Europa würde durch die Aufnahme der Türkei toleranter und multikultureller. Die Türkei selbst würde toleranter werden. Und die Welt würde lernen, dass es keinen Kampf der Kulturen gibt.“
http://www.welt.de/data/2006/12/06/1137192.html
Kann dem nur voll zustimmen!!!
Harringer - 7. Dez, 12:54
Mein Blick auf die Welt: abhängig von dieser einzigen Frage.

Harringer - 6. Dez, 13:58