Samstag, 30. Dezember 2006

Intimität mit dem Jetzt

"Diese bewusste, dauerhafte Beziehung mit der Gegenwart bedeutet höchste Intimität mit der Existenz.
Folge sind Wachheit des Körpers und aller Sinne; eine Offenheit, die nicht strategisch ist.

Aus dieser Intimität mit dem Jetzt tauchen alle Antworten auf."

Marlis Grzymek-Laule

Samstag, 23. Dezember 2006

Herausforderung

ECKHART TOLLE:

"Jedes Mal, wenn irgendetwas passiert, besteht die Möglichkeit, dass man entweder in ein altes Reaktionsmuster, wie eine egoistische Verhaltensweise, herabgezogen oder aber aufmerksamer und gegenwärtiger wird.
Ich kenne zum Beispiel einige Menschen, die unheilbar krank sind. Sie haben vielleicht vom Arzt erfahren, dass sie nur noch wenige Monate zu leben haben. Aber in diesen Menschen hat sich ein unglaublicher Bewusstseinswandel vollzogen, weil sie ihrer Krankheit erlaubt haben, sie in den gegenwärtigen Moment zu zwingen. Wenn man keine Zukunft mehr hat, wo soll man dann hingehen? In die Vergangenheit zurückzugehen ist für viele sehr schmerzhaft. Dann bleibt zwangsläufig nur noch der gegenwärtige Moment, wo es zu einer enormen Vertiefung des Bewusstseins kommen kann. Bei manchen Menschen, die dies tun, sehe ich, dass sie von innen heraus richtig strahlen. Sie erkennen dann selbst, dass die Krankheit das Beste war, was ihnen passiert ist. Aber natürlich können auch kleine Herausforderungen das Bewusstsein vertiefen."

Gesamtes Interview:
http://www.weltinnenraum.de/informationen/tolle_interview_3.html

Freitag, 22. Dezember 2006

Transformation

Es geht nicht darum etwas zu werden, sondern etwas sein zu lassen.

Oder:

"Was für die Raupe das Ende der Welt,
ist für den Rest der Welt ein Schmetterling."

Konfuzius

Dienstag, 19. Dezember 2006

Kommt da noch was?

Der Keller überschwemmt, das Ofentürglas und der Handspiegel zersprungen, die Kontaktlinse der Tochter verloren, Radarstrafe erhalten. Das alles an einem langen Wochenende.
Ich denke ich fange wieder an zu meditieren und erwarte so in völliger Gelassenheit das Ende dieses Jahres.

dalai-lama


http://www.sueddeutsche.de/wissen/special/921/43878/index.html/wissen/artikel/831/94737/article.html

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Kulturelle Identität auf Durchreise

Boris Groys:

"Die Zeit, in der wir jetzt leben, ist also eine Zeit des postromantischen, d.h. des komfortablen und zugleich des totalen Tourismus, der eine neue Phase in der Geschichte des Verhältnisses zwischen dem städtischen Utopos und der Topographie dieser Erde markiert. Diese neue Phase ist eigentlich leicht zu charakterisieren: Nicht nur einzelne romantische Touristen, sondern alle möglichen Menschen, Dinge, Zeichen und Bilder, die allen möglichen lokalen Kulturen entstammen, beginnen, ihre angestammten Orte zu verlassen und begeben sich auf eine Weltreise. Die strenge Opposition zwischen dem global reisenden romantischen Touristen und der lokal gebundenen seßhaften Bevölkerung verschwindet."

http://www.eurozine.com/articles/2004-08-18-groys-de.html

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Zufall - etwas kommt zum Vorschein

Noch etwas vom Meistercutter Walter Murch. Auch hier kann das im Kontext des Lebens gelesen werden:

"Ich liebe besonders den Teil des Prozesses, wo ein Element des Zufälligen eine Rolle spielt, sogar beim Schneiden, wenn alles fertig gedreht ist. Ich versuche immer, mich für das zufällige Nebeneinander von Bildern zu öffnen, die vielleicht nicht im Drehbuch standen, aber während der Arbeit mit dem gedrehten Material zum Vorschein gekommen sind."

Dienstag, 12. Dezember 2006

Erwartungsfelder

„Was wir (aber) sehen, hängt von den Theorien ab, die wir zur Deutung unserer Beobachtung heranziehen“, hat Albert Einstein einmal zu Heisenberg gesagt.

Die "Theorien" sind auch einfache Erwartungshaltungen aus denen oft ganze "Erwartungsfelder" entstehen, die auf die Wirklichkeit "zurückstrahlen" und folglich die Erwartungsfelder verändern .....

Ein Beispiel aus dem Leben bzw. Arbeitsalltag eines Filmemachers, erzählt von Walter Murch (im Buch "Die Kunst des Filmschnitts"):
"Der Kameramann entwickelt eine Meinung, dann sagt man ihm Clark Gable solle die Rolle spielen. Er denkt: Gable? Hm, ich dachte nicht, dass es Gable sein würde. Wenn es Gable ist, muss ich meinen Plan ändern. Dann ändert der Szenenbildner etwas an den Dekors, und der Schauspieler sagt: Das ist meine Wohnung? Na gut, wenn das meine Wohnung ist, bin ich eine etwas andere Figur, als ich dachte. Ich werde etwas anders spielen. Der Kameraschwenker, der ihm folgt, denkt: Warum macht er das? Ach so, weil ... Gut, dann muss ich eine totalere Einstellungsgröße nehmen, weil er diese unvorhergesehnen Dinge tut. Dann macht der Cutter etwas Unerwartetes mit diesen Bildern, und das bringt den Regisseur auf eine Idee für das Drehbuch, und er ändert eine Zeile. Die Kostümbildnerin sieht es und beschließt, den Schauspieler keine Jeans tragen zu lassen. Und so geht es weiter, wobei jeder ständig seine Erwartungshaltungen verändert. Ein Film kann am Schluß gelingen und zu einem Ergebnis kommen, das aussieht, als wäre es lange vorher in jedem Detail geplant gewesen, während es in Wirklichkeit aus einem wilden Getümmel entstand, bei dem jeder von den unterschiedlichen Entscheidungen aller anderen profitierte."

Montag, 11. Dezember 2006

erfahrung

"Wir sind keine menschlichen Wesen, die eine spirituelle Erfahrung machen, sondern spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen."

Gefunden auf einer Teepackung der Marke "Glückstee".

Harringer

Auf Durchreise

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